Silber für das Team Nibelungen bei den Weltspielen der Polizei, Feuerwehr und Justiz

Die World Police & Fire Games sind das drittgrößte Ereignis nach den olympischen Spielen mit mehr als 10.000 Teilnehmern und im Gegensatz zu Übersee werden sie medial hierzulande nicht wahrgenommen.

In diesem Jahr fanden die Spiele quasi um die Ecke statt. Rotterdam ist nur einen Katzensprung entfernt und trotzdem war es schwierig, genügend Paddler für eine Teilnahme bei den Wettbewerben im Drachenboot zu bekommen.
Das war auch Corona geschuldet, da die Spiele von 2021 auf 2022 verschoben werden mussten und dadurch viele potentielle Mitpaddler vorzeitig aufgaben.

Letztlich gelang es, eine Mannschaft 10er Mixed +18 mit dem Namen Nibelungen melden zu können. Das Team trainierte beim PSV Ruhr und bereitete sich dort auf die Spiele vor.

Die Spiele begannen mit dem  Einmarsch der Mannschaften aller teilnehmenden Länder ins Stadion von Feyenoord Rotterdam. Gänsehautmoment als die Mannschaft der Ukraine einmarschierte. Standing Ovations für dieses Team. Im Kopf der Gedanke, dass diese Männer und Frauen nach den Spielen in ihren Berufen als Polizisten und Polizistinnen sowie als Feuerwehrleute wieder zurück in den Krieg müssen.

Höhepunkt war das Einfliegen der Fahne der Weltspiele durch einen Polizeihubschrauber und das Entfachen der Flamme.

„Im Sport sind wir vereint!“, war das Motto der Spiele. Das Motto war gut gewählt, denn neben dem Sport sprechen die Teilnehmer auch durch ihre Berufe dieselbe Sprache, was man im Athletendorf auch erkennen konnte.

Unser Wettbewerb fand am letzten Tag der Spiele statt. Wir mussten jedoch in der Woche unser Training selbst organisieren, denn die vom Veranstalter gestellten Boote wurden erst am Vortag der Regatta geliefert.

Zum Glück ist der Trainer der Dutch Dragons ebenfalls Polizist, so dass wir dort trainieren konnten.

Foto: Carsten F. Bacher, Presse und Kommunikation Ressort Drachenboot Deutscher Kanuverband

Das Team Nibelungen: stehend v.l. Andreas Neunzig (FW GE), Klaus Kaseja (Polizeipräsidium BO), Christian Dyck (PP BO), Kevin Schwabe (PP BO), Frank Plewka (PP BO), Astrid Post (PP BO) Lisa Oetken (LR MK), Christopher Tewes (PP BO) vorne: Kathy Broll (PP BO), Sandra Baskowski (Justiz K), Romy Sonntag (PP Berlin), Ina Walkowski (Bundespolizei), Thomas Kubisch (PP Berlin)

Am Wettkampftag gab es schwere Bedingungen nicht nur aufgrund des Wetters. Der Regen war das Wenigste. Starke Winde und Wellen machten die Starts zu einem Glückspiel. Das Ganze wurde erschwert durch eine schlechte Qualität der Wettkampfboote.

Hoch favorisiert in unserer Kategorie waren zwei Teams der Polizei Philadelphia. Nachdem wir Philadelphia zweimal auf die Plätze verwiesen hatten standen wir mit Philadelphia I sowie der Brandweer Rotterdam im Finale.

Obwohl die Amerikaner aus dem Vollen schöpften und ihr Boot mit frischen Kräften und dem Minimum an Frauen (2) füllten, konnten sie nur knapp siegen.

Alle Teams stiegen aus dem Boot, tanzten gemeinsam und freuten sich über dieses enge Rennen.

Das verpasste Gold schmerzte nur kurz, denn Silber gegen die starken Amerikaner ist ein tolles Ergebnis.

Silbermedaille

Die nächsten Spiele in 2023 in Winnipeg sind zeitlich zu kurz. Aber 2025 in Birmingham USA ist ein machbares Ziel, einen neuen Angriff auf das erfolgsgewohnte Philadelphia Boat Teams zu starten.

SUP Yoga

SUP – Yoga oder Paddleboard Yoga, erfunden 2009, ist die Praxis des modernen Yoga als Übung und manchmal spezifische Übergänge zwischen den Haltungen während des Stand Up Paddleboarding, normalerweise mit dem Board in ruhigem Wasser, wie einem See.

Aktuell sind wir auf der Suche nach einer Übungsleiterin oder einem Übungsleiter. Falls Du Dich angesprochen fühlst, kontaktiere uns. info@psv-ruhr.de

Trainingsort

Seglerhaus im Hafen Heveney am Kemnader See

Blumenau 7
44801 Bochum



Trainingszeiten


TagSportartTreffpunkt bis (Sommerzeit)Wasserzeit ab (Sommerzeit)Treffpunkt bis (Winterzeit)Wasserzeit ab (Winterzeit)
MontagOutrigger18:30 Uhr18:45 Uhr18:00 Uhr18:15 Uhr
DienstagDrachenboot18:30 Uhr18:45 Uhr18:15 Uhr18:30 Uhr
MittwochHochschulsport18:15 Uhr18:30 Uhr
MittwochDrachenboot19:15 Uhr19:30 Uhr18:15 Uhr18:30 Uhr
DonnerstagStand-UP18:00 Uhr18:15 Uhr18:00 Uhr18:15 Uhr

Paddeln mit Gehörlosen / Deaf

Ich habe im Rahmen meiner Tätigkeit als Polizeibeamter vor Jahren Selbstbehauptungskurse für Frauen gegeben und bin seitdem ein Fan von Gehörlosen und Hörgeschädigten. Ich habe immer noch viele Freunde aus diesem Bereich mit denen ich mich schreibe.

Das war eine tolle Erfahrung. In dem ersten Kurs gab es nur gehörlose Frauen. Bei meinem zweiten Kurs habe ich einen integrativen Ansatz gewählt und auch hörende Frauen dabei gehabt. Auch für diese war es eine tolle Erfahrung. Wir alle haben viel von einander gelernt.

Die hörenden Frauen waren zum Beispiel überrascht, welche Auffassungsgabe die Gehörlosen mitbrachten. Sie konnten Bewegungen mit nur einem Ansehen erfassen und umsetzen. Kein Wunder. Bewegungen sind die Sprache. Die meisten haben früh gelernt darauf zu achten und zu kopieren. Eine tolle Gabe, die insbesondere für den Drachenbootsport günstig ist, denn hier ist eine korrekte Bewegungsausführung eine wichtige Sache.

Wir haben nun mit der Rekrutierung von Gehörlosen und Hörgeschädigten begonnen. Unterstützt werden wir von Gehörlosentreffs wie dem Haus der Begegnung in Bochum und auch dem Treff in Recklinghausen. Wir denken, dass es extrem spannend wird, Trainingsmethoden mit den Paddlern zu erarbeiten, denn es gibt dazu keinerlei Literatur zu Erfahrungen in diesem Bereich. Wir bewegen uns damit auf Neuland.

Wir brauchen Dich!

Du bist gehörlos, älter als 16 Jahre (Ausnahme Trommler/Trommlerin ab 14) und hast Lust, in einem netten Team mitzufahren, das auch auf Regatten fährt? Was haben wir vor? Wir wollen ein bis zwei Teams (Gemischtes Team und/oder ein Frauenteam) für ein Drachenbootrennen trainieren und auf einer Regatta starten lassen. Für ein gemischtes Team benötigen wir 20 Paddler. Davon sechs Frauen. Für ein Frauenteam benötigen wir 20 Paddlerinnen. Willst du dabei sein?

Dann schreib mir eine Mail an info@psv-ruhr.de.

Frank Plewka

Paddeln in Pink


Alles begann 1996 als Dr. Don McKenzie an der Universität Vancouver/Kanada ein neues Projekt in Angriff nahm. Der renommierte Sportwissenschaftler und passionierte Paddler wollte die Auswirkungen des Paddelns auf Lymphödeme untersuchen, die häufig nach Brustkrebsoperationen auftreten. Er nahm an, dass sich die spezielle Bewegung positiv auf das Lymphsystem auswirken würde. Um dies zu beweisen suchte er sich 24 Frauen nach OP und teilweise noch in der Chemotherapie. Sie bildeten das Team Abreast in a Boat, welches ein Jahr im Dienste der Wissenschaft paddelte. Nach dem Jahr war die Studie beendet, doch die Frauen wollten das Team partout weiterführen.


Aus diesen 24 entstand eine weltweite Bewegung, die sich über alle Kontinente verbreitete. Nach Deutschland kam diese Bewegung erst im Herbst 2009. In diesem Jahr nahmen unser Vorsitzender Frank Plewka und seine Trainerin Hanne Braselmann (Wiesbaden) mit dem Nationalteam Drachenboot der Polizei, Feuerwehr und Justiz an den World Police and Fire Games in Vancouver/Canada teil. Hier durften sie mit einem pinken Team trainieren und waren von der Idee des pinken Paddelns so überzeugt, dass Frank noch im Oktober 2009 das erste Team aufs Wasser brachte und Hanne sechs Monate später folgte.


Seitdem breitet sich die Bewegung auch immer mehr in Deutschland aus. Mittlerweile gibt es um die 20 Teams Deutschlandweit. Im Jahr 2018 fanden in Florence die „Weltmeisterschaften“ der BCS (breastcancer survivor) statt. Auch der PSV Ruhr stellte ein gemeinsames Team mit den pink pearls aus Heilbronn, welches sich gut darstellte. Das hat uns bestätigt, an dem Projekt festzuhalten und es auszubauen.

Natürlich können auch Betroffene anderer Krebsarten bei uns mittrainieren und sind herzlich willkommen, denn wir sind ein Verein, der für Alle offen ist. Aber pink steht nun einmal für Brustkrebs und hat eine eigene Geschichte.

Wenn Sie Interesse haben mit uns zu paddeln oder uns zu unterstützen melden sie sich doch unter info@psv-ruhr.de

Über uns

Wir schreiben das Jahr 2009. In einer Gaststätte über einem Pferdestall treffen sich zehn ambitionierte Drachenbootfahrer und -fahrerinnen. Sie wollen den Menschen in den Mittelpunkt stellen und familiär sein. Schon hier wurde der Begriff der Vereinsfamilie in den Mittelpunkt gestellt.

Der PSV Dragonpatrol Ruhr (heute Polizeisportverein Ruhr e.V.) ist von Beginn an etwas Besonderes. Hier trainieren Leute mit und ohne Handicap zusammen. Das klappt gut und so steigen die Mitgliederzahlen schnell.

Im Jahr 2013 kommt ein Auslegerkanu hinzu. Da es ein hawaiianisches Boot ist, beschäftigt man sich mit der hawaiianischen Kultur und stellt fest, dass auch hier die Familie in die man hineingeboren wurde und die Familie, die sich gesucht und gefunden hat, große Bedeutung hat. Das neue Boot ist auch ein Familienmitglied nach hawaiianischer Tradition.

So entschuldigt man sich, wenn man über das Boot steigen muss bei ihm. Der Satz aus dem Disney Film „Lilo und Stitch – ‚Ohana means family. Family means nobody gets left behind or forgotten‘ – “ wird zum zentralen Mantra der Vereinsmitglieder. Wir versuchen ständig Ohana zu sein und müssen uns täglich darin überprüfen.

Heute mit zehn Mal so vielen Mitgliedern sind wir auf einem guten Weg. Über Gemeinsamkeit und Gemeinsamzeit schaffen wir ein Umfeld in dem wir uns wohlfühlen. Vielen Dank an all unsere Mitglieder, die das möglich machen!

# O Ka Ohana – Wir sind Familie

Standup-Paddling / SUP

Das Stand-Up-Paddling (SUP), auch Stehpaddeln oder Stand Up Paddle Surfing genannt, ist eine Wassersportart, bei der ein Sportler aufrecht auf einer Art Surfbrett steht und mit einem Stechpaddel paddelt.

Stand-Up-Paddeln ist die schnellst wachsende Trendsportart auf dem Wasser und zugleich ein idealer Fitnesssport.

Es verbindet Wellenreiten, Kanusport und Fitness-Workout auf einfache Weise und ist auf flachen Gewässern wie auch in Wellen ein Riesenspaß.

Outrigger Canoe / OC 1 / OC 2 / OC 6

ExplosionszeichnungEin Auslegerkanu (Auslegerboot) ist ein Kanu, welches konstruktionsbedingt nur mit einem am Kanu mit meistens zwei (oft hölzernen) Querstreben (Iato oder Iako) verbundenen Ausleger bzw. Schwimmer sicher auf dem Wasser zu bewegen ist. Die Geschichte des Auslegerkanus begann vor etwa fünftausend Jahren im Südchinesischen Meer.
Von dort startete die Besiedlung von über zehntausend Inseln im südlichen Pazifischen Ozean. Durch die Erfindung des Auslegers (polynesisch Ama) konnte der Rumpf (Wa’a) so schmal konstruiert werden, dass leicht erhebliche hohe Geschwindigkeiten bei hoher Stabilität erreicht werden konnten.Auslegerkanu
2 AuslegerEtwa vor zweitausend Jahren waren es die Polynesier, die mit verbesserten Booten größere Distanzen über das offene Meer überwanden und damit die entferntesten Winkel eroberten, bis sie zuletzt vor etwa tausend Jahren Neuseeland entdeckten.

Auch der 9000 Jahre alte und in der Zeit der britischen Kolonisation ausgestorbene Aborigine-Stamm der Ngaro in Queensland, Australien, befuhr das Seegebiet der Whitsunday Islands mit Auslegerkanus. Das Auslegerkanu war die Grundlage zur Besiedlung der gesamten Südsee
Die polynesischen Konstrukteure entwickelten nicht nur den einfachen aber hochseegeeigneten Bootstyp, sondern gleichzeitig auch eine hervorragende Fähigkeit mit Hilfe der Sterne zu navigieren und Inseln in ihrer Nähe förmlich zu riechen oder durch Veränderungen der Wellenformationen zu orten. Heute beherrschen immer weniger Menschen noch diese uralten Navigationskünste.Ohana
Auch in Frankreich ist das Fahren mit den Auslegerkanus (Pirogue Polynésienne) sehr beliebt aufgrund der engen Verbindung zu Französisch Polynesien, welches sich über 2.000 km und über 100 Inseln erstreckt.
In der Flagge erkennt man ein Doppelrumpfkanu mit Segel.

In Sri Lanka wird dieser Bootstyp (unter dem Namen Oruwa) heute noch bei Küsten- und Lagunenfischern genutzt.



Wenn wir Dein Interesse geweckt haben, komm vorbei. Du findest uns im Hafen Heveney am Seglerhaus, Blumenau 7, 44801 Bochum oder schreib uns eine Mail an info@psv-ruhr.de

Drachenboot

Ein Drachenboot ist ein besonders langes, offenes Paddelboot, das ursprünglich aus China stammt. Die Boote werden heute weltweit als Sportboote oder als Showelement bei Veranstaltungen am und ums Wasser verwendet. Die Boote sind für alle Teams gleich. Es gibt kein Tuning. Sie werden bei Rennen für alle verwendet und fahren über den gesamten Verlauf eines Regattatages auf ihrer zugelosten Bahn. Nur die Abstimmung innerhalb des Teams entscheidet über Sieg und Niederlage.

Harmonie und ein gleichmäßiger Paddelrhythmus machen ein gutes Drachenbootteam aus. Muskelkraft und Kondition spielen bei den zwanzig Wassersportlern, die das Boot mit Stechpaddeln vorwärts treiben, eher eine zweitrangige Rolle. Den richtigen Takt für die Schlagfrequenz gibt ein Trommler vor, der auf dem Bug – gleich hinter dem hölzernen Drachenkopf und entgegen der Fahrtrichtung – sitzt. Am Heck steht ein Steuermann, der mit einem langen Steuerpaddel den Kurs hält. Die Bootsinsassen sitzen paarweise auf Bänken nebeneinander, wobei jeder Athlet sein Paddel nur auf einer Seite ins Wasser setzt.

Seit den 1990er Jahren wurde der Drachenboot-Sport in Deutschland immer populärer, was sich sowohl in der Zahl der Regatten, als auch in der Zahl der organisierten Sportler widerspiegelt. In Deutschland fand das erste Drachenboot-Rennen 1987 im Rahmenprogramm der Kanu-Weltmeisterschaft in Duisburg statt. Bei den Worldgames 2005 in Duisburg gehörte es ebenfalls zum Programm. Große Drachenbootregatten (z.B. in Witten, Düsseldorf, Duisburg, Datteln, Mülheim, Oberhausen, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main) haben Volksfestcharakter und erreichen mitunter sechsstellige Besucherzahlen.